Berühmte Künstler


Claude Monet, Franz Marc oder Henri Rousseau: Hier erfahren Sie mehr über die Künstler, deren Bilder als Malvorlagen für die Anleitungen aus unserer Zeitschrift dienten.


Du willst Kunstwerke anfertigen, wie die berühmten Meister?

Stehst du bewundernd vor Monets Seerosen im Museum und hättest das Bild gerne in deinem  Wohnzimmer? Kein Problem! Mit unseren Schritt-für-Schritt-Anleitungen kannst du dir das Meisterwerk nachmalen und in an deiner Wand bewundern. 

Dich interessiert der Mensch, der dieses Kunstwerk erschaffen hat? Erfahre hier mehr über die Größen der Kunstszene!

Unsere Meister

Lerne nun unsere Meisterwerke und ihre Künstler  genauer kennen.

Franz Marc


Franz Moritz Wilhelm Marc (1880 bis 1916) war ein deutscher Maler, Zeichner und Grafiker und einer der bedeutendsten Künstler des Expressionismus in Deutschland.

Der Künstler hatte schon von klein auf ein enges Verhältnis zu Tieren, Fotos zeigen ihn im Spiel mit seinem Hund Russi, er zog Rehe auf und hatte während des Militärdienstes reiten gelernt. Im Alter von 20 Jahren begann er ein Studium an der Münchner Kunstakademie. Nach drei Jahren brach er diese Ausbildung jedoch wieder ab. Das reine Abbilden der Wirklichkeit befriedigte ihn nicht, er suchte nach „der inneren Wahrheit“, nach dem Sinn des Lebens, nach Möglichkeiten, im Bild Empfindungen und Gefühle zum Ausdruck zu bringen.


Winterbild mit Bisons

Hatte er zuvor noch relativ naturgetreu gezeichnet und gemalt, wurden ab 1910 abstrahierte, verfremdete Tiere zu den Hauptmotiven seines künstlerischen Schaffens. Auch das unbekanntere Winterbild mit Bisons zeigt ein interessantes Farbspiel. In Mein Kreativ-Atelier Nr. 94 finden Sie das Bild in zehn Schritten zum Nachmalen.
Bild von Franz Marc: Winterbild mit Bisons, [Public domain or Public domain], via Wikimedia Commons

Die weiße Katze

Franz Marcs Gemälde „Die weiße Katze“ von 1912 gehört zu den bedeutendsten Werken der Stiftung Moritzburg in Halle und nimmt auch eine herausragende Stellung im Gesamtwerk von Franz Marc ein. Bei den Tiergemälden des Künstlers spielen Katzen zwar zahlenmäßig im Vergleich zu anderen Gattungen eine untergeordnete Rolle, aber sie sind dennoch in einigen Werken in der frühen Graphik, auf Skizzenbuchblättern und auf mehreren Gemälden präsent.
 Das Bild „Die weiße Katze“ von Franz Marc finden Sie in der Zeitschrift Mein Kreativ-Atelier Nr. 82 in zehn Schritten zum Nachmalen.
Bild von Franz Marc: Die weiße Katze, 1912, Öl auf Pappe / Quelle: http://www.zeno.org – Contumax GmbH & Co.KG

Das Äffchen

Franz Marc gelang es in vielen seiner Tierdarstellungen meisterlich, Farbe bewusst als symbolisches Ausdrucksmittel einzusetzen – wie auch hier in dem Gemälde „Äffchen“ aus dem Jahr 1912. In einem Brief an den Künstlerkollegen August Macke erläuterte Franz Marc seine Farbphilosophie: „Blau ist das männliche Prinzip, herb und geistig. Gelb das weibliche Prinzip, sanft, heiter und sinnlich. Rot die Materie, brutal und schwer und stets die Farbe, die von den anderen beiden bekämpft und überwunden werden muss!“
In Mein Kreativ-Atelier Nr. 124 findest du das „Äffchen“ in zehn Schritten zum Nachmalen.
Franz Marc: Das Äffchen, 1912, Öl auf Leinwand, Public domain, via Wikimedia Commons

Samuel Peploe


Samuel John Peploe (1871 bis 1935) war ein britischer spätimpressionistischer Maler. 

Nach seinem Studium an der Royal Scottish Academy und später an Kunstakademien in Paris konzentrierte sich der Künstler auf Landschaftsmotive und Stillleben. Seine farbstarken Stillleben sind stark von Manet beeinflusst und beeindrucken durch durchdachte Kompositionen und intensive Lichtstimmungen.


Samuel Peploe: Selbstporträt, Öl auf Leinwand, etwa 1911, via commons.wikimedia.org 

Still Life of Fruit

Sie finden das Motiv "Still Life of Fruit" in Mein Kreativ-Atelier 123 in zehn Schritten zum Nachmalen.

Nachempfundenes Motiv: Thomas Boehler, Originalvorlage: Samuel Peploe, Still Life of Fruit, via wikiart.org

Pink Roses, Chinese Vase

Im Ölbild „Pink Roses, Chinese Vase“ griff Samuel Peploe seine Lieblingsmotive Rosen und chinesisches Porzellan auf. Es entstand in einer Schaffensphase, in der der Künstler mit hellen Farbflächen und breiten, dunklen Konturen in seinen Stillleben experimentierte. Häufig schmückte er die Grundszene mit Accessoires wie Früchte und Tücher, um weitere Farbflächen ins Spiel zu bringen.
Sie finden das Motiv "Pink Roses, Chinese Vase" in Mein Kreativ-Atelier 125 in zehn Schritten zum Nachmalen.
Samuel Peploe: Pink Roses, Chinese Vase, Öl auf Leinwand, zwischen 1916 und 1920, via commons.wikimedia.org

Hans am Ende


Hans am Ende (1864 bis 1918), Mitbegründer der Künstlerkolonie Worpswede, ist bekannt für seine hellen und heiteren Impressionen der Charakterlandschaft Teufelsmoor. 

Der befreundete Lyriker Rainer Maria Rilke beschrieb die Landschaftsgemälde folgendermaßen: "Hans am Ende malt Musik. Die Farben seiner Landschaften setzen ein, als hätten sie auf den Wink eines unsichtbaren Taktstockes gewartet (...) Ein ganzes Orchester sammelt sich im Raume des Rahmens."

Der Pastorensohn Hans am Ende studierte an der Königlich Bayerischen Akademie der Bildenden Künste München und an der Großherzoglich Badischen Kunstschule Karlsruhe bevor er sich 1889 in Worpswede niederließ und mit Kollegen die Künstlerkolonie gründete. Mit Ausstellungen in der Bremer Kunsthalle und im Münchner Glaspalast im Jahr 1895 wurden die Worpsweder Künstler in ganz Deutschland bekannt. Hans am Ende machte sich vor allem mit Landschaftsgemälden und Radierungen einen Namen. 


Foto: Porträt, vor 1919, unbekannter Autor
Vaterstädtische Blätter; Lübeck, den 4. August 1918, Artikel: Hans am Ende (Zu seinem Gedächtnis) 

Frühlingstag

Im Ersten Weltkrieg wurde er in Belgien tödlich verwundet; unter anderem ist es wohl seinem frühen Tod geschuldet, dass er im Vergleich zu den anderen Gründern der Künstlerkolonie eher unbeachtet blieb und relativ wenig Informationen über sein Leben und sein Gesamtwerk existieren. Sein Werk "Frühlingstag" von 1997 ist unter anderem heute in der Bremer Kunsthalle zu sehen. Du findest es in Mein Kreativ-Atelier Nr. 121 zum Nachmalen.

Nachempfundenes Motiv von Thomas Boehler, Original: "Frühlingstag" von Hans am Ende, 1897/98, Öl auf Leinwand, 70 x 120 cm, Kunsthalle Bremen

Suzanne Valadon


Vom Künstlermodell zur berühmten Kunstschaffenden – als unehelicher Tochter einer Wäscherin war Suzanne Valadon (1865 bis 1938) diese Karriere nicht gerade in die Wiege gelegt worden. 

Ohne die Chance auf eine weiterführende Schulausbildung oder gar ein Kunststudium eignete sie sich ihr zeichnerisches und malerisches Können selbst an. Im Laufe ihres bewegten und unkonventionellen Lebens schuf sie ein umfangreiches und aufsehenerregendes Werk, von dem zirka 300 Zeichnungen und Drucke sowie fast 500 Gemälde erhalten sind.

Suzanne, ursprünglich Marie-Clémentine Valadon, wurde 1865 in einer kleinen französischen Gemeinde geboren. Im Jahr 1870 zog die Mutter mit ihr nach Paris, mitten in die Schrecken des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 und der Niederschlagung der Pariser Kommune. Bereits mit elf Jahren musste sie die Schule verlassen und eine Ausbildung beginnen. Ihr Traum von einer Laufbahn als Zirkusartistin wurde durch einen Sturz vom Trapez vereitelt.

In ihrem Wohnquartier Montmartre kam sie mit der Pariser Künstlerszene in Kontakt und diente unter anderem den Malern Pierre-Auguste Renoir und Henri de Toulouse-Lautrec als Modell und Muse. Edgar Degas machte ihre Werke bei Kunstsammlern und -händlern bekannt und unterwies sie in die Kunst der Radierung und in der Technik des Weißlackverfahrens. 1894 nahm Suzanne Valadon an ihrer ersten Ausstellung im Salon de Nationale teil. Ab 1896 lebte sie ausschließlich von ihrer Kunst. Inzwischen hatte sie von der Zeichnung zur Malerei gewechselt, ihre Sujets waren Selbstporträts, Blumenstillleben, Motive mit Mutter und Kind und unkonventionelle Frauenakte. Mit 73 Jahren erlitt sie während der Arbeit an einem Gemälde einen Schlaganfall, sie starb noch auf dem Weg ins Krankenhaus.

Selbstporträt, 1898, Öl auf Leinwand, via wikimedia commons

Katzenstudie

Die Autodidaktin Suzanne Valadon (1865 bis 1938) avancierte mit ihren Ölbildern zu einer der berühmtesten Künstlerinnen ihrer Zeit. Die in Acryl nachempfundene Version einer Katzenstudie bekommt hier etwas mehr Farbigkeit als das Original.
Sie finden es in der Ausgabe 120 von Mein Kreativ-Atelier in zehn Schritten zum Nachmalen.

Nachempfundenes Motiv: Thomas Boehler, Original: Suzanne Valadon, Study of a Cat, 1918

Peter Behrens


Peter Behrens (1868 bis 1940) war ein deutscher Architekt, Maler, Designer und Typograf.

Er gilt unter anderem als Erfinder des Corporate Design. Der Sohn einer evangelischen schleswig-holsteinischen Gutsbesitzerfamilie studierte in jungen Jahren Malerei an den Kunstakademien in Karlsruhe, Düsseldorf und München. 1897 war er Mitbegründer der Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk, in den Folgejahren hielt er Meisterkurse am Bayerischen Gewerbemuseum und wurde Direktors der Kunstgewerbeschule Düsseldorf. Als Typograph entwickelte er eigene Schriften. 1907 ließ er sich als selbständiger Architekt nieder, später er wurde er Leiter der Meisterschule für Architektur in Wien. In den Jahren vor seinem Tod konzentrierte er sich auf städtebauliche Aufgaben, beispielsweise die Neugestaltung des Berliner Alexanderplatzes.

Behrens' künstlerisches Werk war in den Anfangsjahren noch impressionistisch und naturalistisch geprägt, später zeigte sich vermehrt die Ornamentik des Jugendstils, die sich bis zum 1. Weltkrieg deutlich auch in seinen architektonischen Entwürfen wiederfand.

Peter Behrens, Foto: Rudolf Dührkoop, 1907, via commons.wikimedia.org

Der Kuss

Intim und dekorativ zugleich: Im wohl bekanntesten Werk des Malers bilden die ornamenthaften Haare der Liebenden gleichsam einen Rahmen um die im Kuss vereinten Gesichter. In Mein Kreativ-Atelier 119 finden Sie die Acryladaption des Holzschnittes in zehn Schritten zum Nachmalen.

Nachempfundenes Motiv: Thomas Boehler, Originalvorlage: Peter Behrens, Der Kuss, Holzschnitt, 1898

Gustav Klimt


Der österreichische Maler Gustav Klimt (1862 – 1918) ist der umstrittenste, aber auch der berühmteste und beliebteste Vertreter des Wiener Jugendstils.

Zu Lebzeiten machte er in der Wiener Gesellschaft vor allem mit seinen erotischen Frauendarstellungen Furore. Porträts gehörten schon zu Beginn seiner künstlerischen Tätigkeit in den frühen 1880er Jahren zu Klimts wiederkehrenden Motiven. Seit der Jahrhundertwende gaben ornamentale Muster und goldbesetzte Flächen seinen Frauenbildnissen eine unverwechselbare Handschrift – seine Schaffensjahre von 1901 bis 1910 werden als „Goldene Periode“ bezeichnet.


Quelle Porträt von Gustav Klimt, 1914, (c) Anton Josef Trčka, via commons.wikimedia.org

Danaë

Wie viele andere Künstler seiner Zeit porträtierte auch der Österreicher Gustav Klimt (1862 – 1918) die Zeus-Geliebte Danaë. In dieser Acrylversion erhält das Motiv frischere Farben und ein quadratisches Format.
Die Schritt-für-Schritt-Anleitung hierzu finden Sie in  Mein Kreativ-Atelier 118 .

Quelle nachempfundenes Motiv: Thomas Boehler, Original von Gustav Klimt: Danaë, 1907/08

Giovanni Giacometti


Giovanni Giacometti (1868 bis 1933) war ein Schweizer Maler und Grafiker und der Vater des berühmten Bildhauers Alberto.

Sein zeichnerisches Talent wurde schon früh offensichtlich, so dass er bereits in der Schule ermutigt wurde, eine künstlerische Laufbahn einzuschlagen. 18-jährig brach er die Mittelschule ab und studierte von 1886 bis 1887 an der Kunstgewerbeschule in München und von 1888 bis 1891 an der Académie Julian in Paris. In seiner künstlerischen Entwicklung wurde er unter anderem von der französischen Avantgarde beeinflusst sowie von Vincent van Gogh und zu Beginn seiner künstlerischen Laufbahn besonders von seinem Förderer Giovanni Segantini. Um 1900 begann er, den post-impressionistischen Stil der französischen Malerei zu übernehmen.

Im Jahr 1908 erhielt Giacometti eine Einladung, gemeinsam mit den Künstlern der Künstlergruppe Brücke in Dresden auszustellen. In diesem Zeitabschnitt malte er im expressiven Stil. 1912 hatte er eine Ausstellung im Kunsthaus Zürich. 1920 nahm er als Mitglied der Eidgenössischen Kunstkommission an der Biennale in Venedig teil, begleitet von seinem Sohn Alberto, der gerade ein Kunststudium begonnen hatte. 1933 starb Giovanni Giacometti im Alter von 65 Jahren an einer Gehirnblutung.

Giovanni Giacometti: Selbstporträt, 1909/10, Öl auf Leinwand

Sein Hauptwerk, das heute in den großen Schweizer Museen zu sehen ist, besteht aus impressionistischer Landschaftsmalerei und Porträts seiner Familie sowie benachbarter Persönlichkeiten.

Giovanni Giacomettis frühlingshaftes Gartenbild besticht durch den satten Farbauftrag, der im Acrylbild mit Hilfe von Strukturgel ermöglicht wird. In  Mein Kreativ-Atelier 113  finden Sie das Motiv in zehn Schritten zum Nachmalen.

Quelle nachempfundenes Motiv: Thomas Boehler, Original von Giovanni Giacometti

Kasimir Malewitsch


Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch (1878 – 1935)  war Maler und Hauptvertreter der Russischen Avantgarde, Wegbereiter des Konstruktivismus und Begründer des Suprematismus.

Sein abstraktes suprematistisches Gemälde Das Schwarze Quadrat auf weißem Grund aus dem Jahr 1915 gilt als ein Meilenstein der Malerei der Moderne und wird als „Ikone der Moderne“ bezeichnet.

Malewitsch wuchs als Sohn polnischer Übersiedler in ärmlichen Verhältnissen auf und wurde früh auf eine Landwirtschaftsschule geschickt. Er entwickelte schon als Heranwachsender großes Interesse an Kunst und lernte autodidaktisch zeichnen und malen. Mit 18 Jahren erhielt er eine Anstellung als technischer Zeichner in einer Eisenbahngesellschaft. Mit 26 Jahren hatte Malewitsch genügend Geld gespart, um sich seinen großen Traum erfüllen zu können: ein Studium an der Schule für Malerei, Skulptur und Architektur in Moskau, das er mit Erfolg abschloss. Schon zwei Jahre später nahm er mit zwölf Skizzen an der 14. Ausstellung des Verbandes der Moskauer Künstler teil. Im Jahr 1912 zog der Künstler nach Paris und schuf dort das wegweisende Gemälde "Schwarzes Quadrat auf weißem Grund", das den Beginn der gegenstandslosen Malerei markierte.
Selbstporträt, Öl auf Leinwand, 1933  Quelle: wikipedia.org

Neben der Arbeit als Bildender Künstler war er an mehreren staatlichen Instituten als Lehrer beschäftigt und veröffentlichte zahlreiche Schriften. 1927 besuchte er das Bauhaus in Dessau; in der Folge wurde als elfter Band in der Reihe der Bauhausbücher seine Schrift Die gegenstandslose Welt publiziert. Ende der 20er Jahre wandte sich Malewitsch wieder gegenständlichen Motiven zu, die er aber mit suprematistischen Elementen versah. In seiner letzten künstlerischen Phase, kurz vor seinem Tod, kehrte er zum Malen realer Porträts zurück, die er den Werken der Renaissance nachempfand. 1935 starb der Künstler an den Folgen einer Krebserkrankung.

Das frühe Ölgemälde aus dem Jahr 1904 setzt mit hellen, pastelligen Farbtönen eine leichte Frühlingsszene ins Bild. In der Acrylversion zum Nachmalen trägt Strukturgel zum satten, matten Farbauftrag bei. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung hierzu finden Sie in Mein Kreativ-Atelier 112 .

Quelle nachempfundenes Motiv: Thomas Boehler, Original von Kasimir Malewitsch; Frühlingsgarten in Blüte, 1904, Öl auf Leinwand

Ferdinand Hodler


Ferdinand Hodler (1853 bis 1918) war ein Schweizer Maler, Zeichner und Illustrator des Symbolismus und des Jugendstils. Er gilt als der bekannteste Schweizer Künstler des 19. Jahrhunderts.

Ferdinand Hodler wuchs in der Schweiz in ärmlichen Verhältnissen und mit einem tragischen Schicksal auf. Seine Eltern starben früh; bereits als Volksschüler arbeitete Ferdinand in der Malerwerkstatt des alkoholkranken Stiefvaters mit, um für seine jüngeren Geschwister zu sorgen. Mit 15 Jahren begann er eine Lehre als Ansichtenmaler. Einige Jahre lang studierte er die Alten Meister und orientierte sich an den großen Künstlern seiner Zeit, wie Camille Corot und Gustave Courbet. Mitte der 1880er Jahre begann Hodler sich von den künstlerischen Vorbildern zu lösen und einen eigenen, Parallelismus genannten Stil zu entwickeln. Mit einem skandalträchtigen Gemälde, das die Motive Schlaf, Tod und Sexualität thematisiert, gelang Hodler der Durchbruch: Die Ausstellung des Bildes „Die Nacht“ wurde in letzter Minute verhindert, und das Gemälde als sittenwidrig beurteilt. Eine daraufhin privat organisierte Ausstellung wurde zum großen Erfolg und zog weitere Ausstellungen und Ehrungen in Paris, München und Venedig nach sich. Bis 1900 beschickte Hodler über 200 Ausstellungen und war damit einer der führenden Maler in Europa. Allgemein bekannt sind vor allem Hodlers späte, expressionistisch anmutende, einfache Landschaftsgemälde.

Ferdinand Hodler, Selbstbildnis mit aufgerissenen Augen III, 1912, via Wikimedia Commons

In Mein Kreativ-Atelier 111 finden Sie das Motiv „Eiger, Mönch und Jungfrau in der Morgensonne" in zehn Schritten zum Nachmalen.


Nachempfundenes Motiv: Thomas Boehler, Original von Ferdinand Hodler: „Eiger, Mönch und Jungfrau in der Morgensonne", Öl auf Leinwand, 1908“

In Mein Kreativ-Atelier 103 finden Sie das Gemälde „Waldbach bei Leissingen“ Schritt für Schritt zum Nachmalen.


Ferdinand Hodler, Waldbach bei Leissingen, Öl auf Leinwand, 1904, via Wikimedia Commons

Thomas John „Tom“ Thomson


Thomas John „Tom“ Thomson (1877 bis 1917) war ein kanadischer Künstler des frühen zwanzigsten Jahrhunderts.

In seinen abstrahierten Landschaftsgemälden steht die Schönheit der unberührten Wildnis im Mittelpunkt. Das Hauptwerk des Künstlers entstand auf einer kleinen Insel im Algonquin-Nationalpark.

Die Umstände seines Todes durch Ertrinken sind bis heute ungeklärt und bieten Anlass für viele Spekulationen zwischen Unfall, Freitod und Mord. Trotz seines frühen Todes mit nur 39 Jahren nimmt Thomsons Werk einen bedeutenden Stellenwert in der kanadischen Kultur ein. Der Künstler hinterließ mehrere hundert Gemälde und Skizzen, hauptsächlich aus den Jahren 1914 bis 1917.


Der Künstler Tom Thomson mit Hut, ca. 1910, Foto: The Morrison Family collection by Tom Thomson [Public domain], via Wikimedia Commons

Paula Modersohn-Becker


Der berühmten deutschen Künstlerin Paula Modersohn-Becker (1876 – 1907) war nur eine kurze Schaffenszeit gegönnt.

Schon als Jugendliche bekam sie Zeichenunterricht und durchlief künstlerische Ausbildungen in Bremen, London und in der Künstlerkolonie Worpswede. 1901 heiratete sie den Maler Otto Modersohn, der ihre weiteren Kunststudien in Paris finanzierte. Ihr früher Tod im Alter von 31 Jahren setzte einer regen künstlerischen Tätigkeit ein Ende: In knapp 14 Jahren schuf sie 750 Gemälde und etwa 1000 Zeichnungen. Im November 1907 starb sie kurz nach der Geburt ihres ersten Kindes an einer Embolie. Vor allem in ihren letzten Lebensjahren hatte sie sich auf das Malen von Stillleben konzentriert. In diesem Werk aus dem Jahr 1906 fügen sich Komposition und aufeinander abgestimmte Farbtöne harmonisch zusammen.


Quelle: Paula Modersohn-Becker: Die Malerin mit Kamelienzweig (Selbstporträt), 1907, via Wikimedia Commons

In Mein Kreativ-Atelier Nr. 109 finden Sie das Stillleben von Paula Modersohn-Becker in zehn Schritten zum Nachmalen.


Quelle: Paula Modersohn-Becker: Still-Life with Yellow Bowl and Earthenware Pitcher, Öl auf Leinwand, 1906, via Wikimedia Commons

Paul Gauguin


Der französische Maler Paul Gauguin (1848 bis 1903) wurde vor allem durch seine Ölgemälde aus der Südsee bekannt.

Die „glücklichen Bewohner eines unbeachteten Paradieses in Ozeanien kennen vom Leben nichts anderes als seine Süße. Für sie heißt Leben Singen und Lieben“, schrieb Gauguin 1890 in einem Brief an einen Malerkollegen. Zu diesem Zeitpunkt war er 42 Jahre alt, seit 17 Jahren verheiratet und Vater von fünf ehelichen Kindern.

Sein Lebenstraum spielte sich jedoch fernab von der bürgerlichen Existenz – und fernab von Europa ab: Die französische Kolonie Tahiti war für ihn der Inbegriff eines einfachen und natürlichen Lebens, der Ort, an dem seine Kunst sich vollkommen entwickeln würde. 1891 schrieb er: „Meine Entscheidung steht fest (…) Ich werde nach Tahiti gehen, und ich hoffe, dort bis an mein Lebensende zu bleiben. Ich hoffe, dass meine Kunst, die Sie schätzen, erst ein junger Setzling ist, und dass ich sie dort unten zu Ursprünglichkeit und Wildheit kultivieren kann.“ 


Quelle: Paul Gauguin: Selbstporträt mit Hut, Öl auf Leinwand, 1893, via commons.wikimedia.org

Im März reiste er nach Kopenhagen, um sich von seiner Familie zu verabschieden und begab sich auf die lange Schiffsreise in die Südsee. Das Strandbild mit den zwei sitzenden Frauen entstand kurz nach seiner Ankunft.

In Mein Kreativ-Atelier Nr. 108 finden Sie Gauguins Strandmotiv in zehn Schritten zum Nachmalen.


Quelle: Paul Gauguin: Am Strand, Öl auf Leinwand, 1891, via commons.wikimedia.org

Léo Gausson


Léo Gausson (1860 bis 1944) war ein französischer Künstler des Neoimpressionismus.

Sein Ölgemälde mit dem imposanten roten Baum fasziniert durch Bildaufbau, Lichtstimmung und Farbgebung.

In Mein Kreativ-Atelier Nr. 107 finden Sie die „Landschaft mit rotem Baum“ in zehn Schritten zum Nachmalen. 
Quelle: Léo Gausson, Selbstporträt, [Public domain], , via Wikimedia Commons
Quelle: Nachempfundenes Motiv: Thomas Boehler; Léo Gausson, Landschaft mit rotem Baum

Joaquín Sorolla y Bastida


Joaquín Sorolla y Bastida (1863 bis 1923) war einer der bekanntesten spanischen Maler des Impressionismus.

Als Vollwaise wuchs er bei seiner Tante auf und sollte den Beruf des Schlossers erlernen. Der Direktor der Handwerkerschule erkannte jedoch das zeichnerische Talent Sorollas und überzeugte die Verwandten, ihm neben der Ausbildung eine künstlerische Ausbildung zu gestatten. Nach ersten erfolgreichen Ausstellungen erhielt Sorolla 1885 ein Stipendium des Provinziallandtages.

Im Laufe seines künstlerischen Werdegangs stellte er erfolgreich im Pariser Salon aus und erhielt auf der Pariser Weltausstellung von 1900 eine Ehrenmedaille. Er stellte erfolgreich in den USA aus und portraitierte den US-Präsident William Howard Taft. Der Auftrag für die Ausgestaltung der Bibliothek der Hispanic Society of America brachte ihm ein Vermögen ein, das ihm ermöglichte, neben seinem Haus in Madrid auch ein Ferienhaus in Cercedilla in der Sierra de Guadarrama und ein Strandhaus in Valencia zu bewohnen.


Quelle: Joaquín Sorolla, Selbstporträt, Öl auf Leinwand, 1909, via Wikimedia Commons

Zu Sorollas bevorzugten Themen gehörten Darstellungen spanischen Volkslebens und Strandbilder seiner Heimatstadt Valencia.

Der Künstler liebte auch den lichtdurchfluteten Vorgarten seines Stadthauses, der ihn zu zahlreichen impressionistischen Ölbildern inspirierte. In Mein Kreativ-Atelier Nr. 106 finden Sie den „Garten des Hauses Sorolla“ in zehn Schritten zum Nachmalen.


Motiv: Thomas Boehler, Foto: Frank Schuppelius, Originalvorlage: Joaquín Sorolla: Der Garten des Hauses Sorolla, 1919

Edgar Degas


Der französische Künstler Edgar Degas (1834 bis 1917), geboren als Hilaire Germain Edgar de Gas, konzentrierte sich auf wenige Hauptthemen.

Immer wieder griff er Motive aus dem Ballett, von Pferderennen oder Boudoirszenen in seinen Bildern auf. In jungen Jahren nutze er vor allem Zeichnungen intensiv zu Studienzwecken; es sind über 700 Nachzeichnungen von figürlichen Darstellungen großer Meister der Renaissance und des Klassizismus erhalten.

Im Laufe seiner weiteren Entwicklung machte er vor keiner Kunsttechnik Halt. Er schockierte die Pariser Gesellschaft mit „lasterhaften“ Mädchenskulpturen, er malte in Öl, er übte sich in grafischen Techniken und er zeichnete mit Bleistift, Kreide, Kohle, Pastellstiften und verdünnter Ölfarbe auf zum Teil farbig getöntes Papier – häufig kombinierte er auch unterschiedliche Techniken auf einem Blatt. 

Ab Anfang der 1870er Jahre wurde Pastellkreide zu seinem bevorzugten Werkzeug. In seinen Pastellbildern verschwimmen die Grenzen zwischen Zeichnung und Malerei, hier treffen Strich und Farbfläche aufeinander. „Ich bin ein Kolorist mit der Linie“, sagte Degas selbst von sich.


Quelle: Edgar Degas: Selbstporträt, 1863, von Yelkrokoyade [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Mit verwegenen Blickwinkeln und Bildausschnitten setzte sich der französische Künstler Edgar Degas (1834 bis 1917) über vertraute Sehgewohnheiten hinweg. Hier fokussiert er sich auf die anmutige und konzentrierte Haltung der jungen Tänzerinnen.

In Mein Kreativ-Atelier Nr. 104 finden Sie das Motiv „Tänzerinnen in Blau“ in zehn Schritten zum Nachmalen.


Tänzerinnen in Blau - nachempfundenes Motiv: Thomas Boehler

August Macke


August Macke (1887 – 1914) ist einer der bekanntesten Maler des Expressionismus und gilt als das Farbtalent seiner Generation.

Der Künstler wurde nur 27 Jahre alt: Schon wenige Wochen nach Kriegsbeginn 1914 fiel der junge Soldat an der französischen Front. Franz Marc schrieb in seinem bewegenden Nachruf auf den Künstlerkollegen und Freund: „Wir Maler wissen gut, dass mit dem Ausscheiden seiner Harmonien die Farbe in der deutschen Kunst um mehrere Tonfolgen verblassen muss und einen stumpferen, trockeneren Klang bekommen wird. Er hat vor uns allen der Farbe den hellsten und reinsten Klang gegeben, so klar und hell, wie sein ganzes Wesen war.“


Quelle: August Macke: Selbstporträt mit Hut (1909), Public domain, via Wikimedia Commons

Das Gemälde „Stillleben mit Sonnenblumen“ entstand im Jahr 1911, kurze Zeit nachdem Macke mit seiner Familie vom Tegernsee nach Bonn zurückgekehrt war. In seinem Atelier im Dachgeschoss durchlebte der Künstler eine äußerst produktive Zeit, in der auch viele Stillleben entstanden.

In Mein Kreativ-Atelier Nr. 101 finden Sie das Motiv „Stillleben mit Sonnenblumen“ in zehn Schritten zum Nachmalen.


Motiv: nach dem Gemälde von August Macke: Stilleben mit Sonnenblumen I, 1911, Künstler/Foto: Thomas Boehler

Wassily Kadinski


Wassily Kandinsky (1866 bis 1944) war ein russischer Maler, Grafiker und Kunsttheoretiker und Mitbegründer der Redaktionsgemeinschaft Der Blaue Reiter.

Obschon er promovierter Jurist war, gehörte sein Hauptinteresse der Malerei. Als er 1896 an eine Universität berufen wurde, lehnte er den Ruf ab und zog nach München, um sich dort ganz seinen Kunststudien zu widmen. Unter anderem studierte er an der Kunstakademie München bei Franz von Stuck. In München machte der junge Künstler auch die Bekanntschaft von Alexej Jawlensky und Gabriele Münter, mit der er sich im Jahr 1903 verlobte. Den Sommer des Jahres 1908 verbrachte er mit Gabriele Münter, Marianne von Werefkin und Alexej Jawlensky in Murnau am Staffelsee, das eine entscheidende Station für seine künstlerische Weiterentwicklung werden sollte. Inspiriert durch die Malerkollegen entwickelten Münter und Kandinsky für sie neue, expressionistische Malweisen.


Quelle: Porträt von Wassily Kandinsky, ca. 1913, by Anonymous [Public domain], via Wikimedia Commons

1909 erwarb Gabriele Münter ein Haus in Murnau, in dem sich auch Wassily Kandinsky in den folgenden Jahren oft aufhielt. Viele seiner Bilder zeugen von seinen regelmäßigen Aufenthalten dort.

In Mein Kreativ-Atelier Nr. 96 finden Sie das Bild „Murnau – Häuser am Obermarkt“ von Wassily Kandinsky in zehn Schritten zum Nachmalen.


Motiv: mit Acrylfarben nachempfundenes Motiv von Thomas Boehler, Original von Wassily Kandinsky: „Murnau – Häuser am Obermarkt“, 1908

Félix Vallotton


Félix Vallotton (1865-1925) war ein Schweizer, später französischer Maler, Grafiker, Holzstecher und Schriftsteller..

Vallottons Werk umfasst über 200 Holzschnitte, zahlreiche Zeichnungen, etwa 1700 Gemälde und einige Skulpturen.

Der Schweizer Vallotton zog mit 17 Jahren nach Paris, um eine Ausbildung an einer angesehenen privaten Kunstakademie zu beginnen. Im Alter von 20 Jahren stellte er erstmalig aus, im Rahmen der jährlichen jährlichen Kunstausstellung „Salon des Artistes Français“. In den folgenden Jahren sorgte der junge Künstler vor allem mit Holzschnitten mit harten Schwarz-Weiß-Kontrasten und oft sozialkritischen Motiven für Aufsehen. Mit Mitte 30 wurde Vallotton französischer Staatsbürger und widmete sich hauptsächlich der Malerei. In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg nahm er an zahlreichen internationalen Ausstellungen teil. Er starb 1925 in Paris.

Max Liebermann


Max Liebermann (1847 bis 1935) war ein deutscher Maler des Impressionismus.

Max Liebermann wird als Sohn eines jüdischen Textilunternehmers in Berlin geboren. 1868 beginnt Max Liebermann ein Studium an der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule in Weimar. In seinen ersten Künstlerjahren entstehen vor allem naturalistische Werke mit sozialen Themen, die allerdings in der Gesellschaft auf wenig positive Resonanz stoßen. Liebermann beendet 1872 sein erstes großes Werk, „Die Gänserupferinnen“. Die dunkle Atmosphäre und die Darstellung arbeitender Frauen entspricht nicht dem Zeitgeschmack und bringt ihm die Bezeichnung „Schmutzmaler“ ein. 1873 zieht Liebermann nach Paris. In den 1880er Jahren wird sein Werk durch die Auseinandersetzung mit den französischen Impressionisten farbenfreudiger und heller, Sonnenflecken finden Einzug in seine Gemälde und bringen tanzende Lichtpunkte ins Bild. Liebermann malt sein Hauptwerk, „Die Netzflickerinnen“ im Jahr 1889. Die Berliner Nationalgalerie kauft als erstes Museum ein Gemälde Liebermanns, die „Flachsscheuer in Laren“. Die Netzflickerinnen werden von der Hamburger Kunsthalle angekauft.


Quelle: Max Liebermann, Selbstbildnis mit Pinsel, [Public domain], via Wikimedia Commons

Liebermann erhält den ersten Preis für ein Porträt von Gerhart Hauptmann auf der Internationalen Kunstausstellung in Venedig 1895. In den 1890er Jahren erlangt er einen Status als führender Künstler in Deutschland. Er wird zum Professor der Königlichen Akademie der Künste in Berlin ernannt und ist Mitbegründer der freien Künstervereinigung Berliner Secession. 1899 wird er Präsident der Berliner Secession. 

1909/1910:  Bau der Liebermann-Villa am Wannsee; Liebermann verbringt hier künftig die Sommermonate. Der Garten inspiriert den Künstler zu mehr als 200 Ölbildern und ebenso vielen Graphiken. Seit 2006 sind Haus und der Garten originalgetreu wiederhergestellt und für die Öffentlichkeit als Künstlerhaus, Museum und Garten zugänglich.

1933 tritt Liebermann nach über 10 Jahren als Präsident und Ehrenpräsident der Akademie der Künste zurück, weil die Sektion für Bildende Kunst beschlossen hat, keine Bilder jüdischer Künstler mehr auszustellen. Am 8. Februar 1935 stirbt Liebermann in Berlin.

In der Zeitschrift Mein Kreativ-Atelier Nr. 92 finden Sie das Gemälde „Die Blumenterrasse im Wannseegarten nach Norden“ zum Nachmalen.


Motiv: Max Liebermann, Die Blumenterrasse im Wannseegarten nach Norden, 1928 / Foto: akg-Images

Georges Seurat


Georges-Pierre Seurat (2. Dezember 1859 – 29. März 1891) war ein französischer Maler und einer der wichtigsten Vertreter des Pointillismus.

eorges Seurat stammte aus einer Familie der wohlhabenden Pariser Mittelschicht. Als Schüler wurde er von seinem Onkel Paul, einem Textilhändler und Amateurmaler, zum Malen animiert. Als Jugendlicher belegte Seurat Zeichenkurse an einer städtischen Abendschule und studierte die Alten Meister im Louvre. 1878 wurde er an der École des Beaux-Arts aufgenommen, die er allerdings schon 1879 wieder verließ, weil er eigene künstlerische Wege gehen wollte.

Von Farbtheorien zum Pointillismus

Der junge Seurat setzte sich wie kaum ein anderer Künstler mit optischen Problemen und Farbtheorien auseinander. Die Beschäftigung mit den Farblehren führte ihn dazu, mit getrennten Farbpunkten zu experimentieren.

Anlässlich einer Ausstellung lernte er Paul Signac kennen, der ihn in die künstlerische Avantgarde einführte. Im Jahr 1886 stellte Seurat sein Bild „Ein Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte“ zusammen mit neun weiteren Werken aus. „Alles war neu an diesem Bild“, schrieb der zeitgenössische Kunstkritiker Arsène Alexandre, „die kühne Konzeption und die Technik, von der bisher niemand eine Vorstellung hatte. Das also war der berühmte Pointillismus.“


Quelle: Porträt von Georges Seurat, 1888, Fotograf unbekannt, Quelle: Lucie Cousturier/archive.org, via Wikimedia Commons

In Mein Kreativ-Atelier Nr. 91 finden Sie einen Ausschnitt von Seurats Gemälde „Ein Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte“ in zehn Schritten zum Nachmalen.


Quelle: Georges Seurat„Ein Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte” (Bildausschnitt, 1884/85, Öl auf Leinwand, via Wikimedia Commons

Claude Monet


Claude Monet (1840 bis 1926) war ein französischer Maler des Impressionismus.

Er kam 1840 als Sohn eines Kolonialwarenhändlers in Paris zur Welt. Schon als Schüler tat er sich als begabter Zeichner hervor. Monets Frühwerk bis zur Mitte der 1860er-Jahre bestand aus realistischen Bildern, von denen einige im Pariser Salon zu sehen waren. Ende der 1860er Jahre begann Claude Monet impressionistische Bilder zu malen. Dabei entstand auch die Hafenansicht Impression, Sonnenaufgang, welche der gesamten Bewegung des Impressionismus den Namen geben sollte.

Inspiration an der Seine

Von 1871 bis 1878 lebte der Künstler in Argenteuil. Die Stadt am Ufer der Seine, nur wenige Kilometer von Paris entfernt, war im 19. Jahrhundert ein beliebtes sonntägliches Ausflugsziel der Großstädter. Argenteuil bot den Ausflüglern neben einem historischen Ortskern und der Seine mit zahlreichen Wassersportmöglichkeiten auch eine malerische Landschaft. Monet genoss es, dass er in Argenteuil, nur einen Katzensprung von Paris entfernt, dennoch in ländlicher Umgebung leben und arbeiten konnte. Häufig malte der Künstler auf ruhigeren Zuläufen der Seine auf seinem Atelierboot.


Claude Monet: „Selbstporträt mit Barett”, 1886, [Public domain], via Wikimedia Commons Commons

Alfons Mucha


Alfons Mucha (1860 – 1939), tschechischer Maler, Zeichner, Illustrator und Designer, gilt als einer der herausragenden Vertreter des Jugendstils.

Schon als kleiner Junge zeichnete Alfons Mucha leidenschaftlich. An seiner ersten Arbeitsstelle wurde dies allerdings weniger gern gesehen. Sein Vater hatte ihm eine Anstellung als Gerichtsschreiber vermittelt, die er aufgrund seiner Zeichenfreude bald wieder verlieren sollte: Der junge Mucha hatte es sich angewöhnt, die Gerichtsakten mit kleinen Porträts und Karikaturen zu verzieren, was seine Arbeitgeber als so ungebührlich empfanden, dass sie ihn deswegen entließen.

In den folgenden Jahren lebte Mucha von verschiedenen Aufträgen für Bühnen- und Wandmalereien, unter anderem in Wien und in Mähren. Einer seiner Auftraggeber, ein betuchter Graf, war so beeindruckt vom Talent des jungen Mannes, dass er beschloss, Mucha zu fördern und ihm ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München zu finanzieren. Nachdem Mucha danach einige Jahre in bescheidenen Verhältnissen gelebt hatte, kam im Jahr 1894 der Meilenstein für seine Karriere: In einer Druckerei erfuhr Mucha zufällig, dass die bekannte Schauspielerein Sarah Bernhardt einen Künstler suchte, der binnen zwei Wochen ein Veranstaltungsplakat für ein Theaterstück entwerfen konnte. Mucha bewarb sich, erhielt den Auftrag und war kurze Zeit später in ganz Paris berühmt. Seine Plakate hingen überall und wurden schnell zu begehrten Sammlerobjekten. 


Quelle: Alfons Mucha, Selbstporträt, 1907, via Wikimedia Commons

Der internationale Durchbruch gelang ihm anlässlich der Pariser Weltausstellung, wo er den Pavillon Bosnien-Herzegowinas ausstattete. Von da an war sein künstlerischer Weg geebnet: Als gefragter Plakatmaler und Illustrator gestaltete Mucha Werbeplakate, Buchillustrationen und Postkarten, designte Wertpapiere und Versicherungspolicen, entwarf Schmuckstücke, Glasfenster und Produktverpackungen.

1918 zog Mucha mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in die Tschechoslowakei und arbeite 18 Jahre lang an seinem Lebenswerk, einem Zyklus von 20 monumentalen Gemälden, dem Slawenepos. Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen im Jahr 1939 wurde Mucha interniert und starb kurz darauf an den Folgen einer Lungenentzündung.
Das Bild „Mond und Sterne” von Alfons Mucha finden Sie in Mein Kreativ-Atelier Nr. 88 in zehn Schritten zum Nachmalen.


Alfons Mucha, „Mond und Sterne”, 1902, via Wikimedia Commons

Paul Signac


Der französische Maler Paul Signac (1863 bis 1935) gilt neben Georges Seurat als der bedeutendste Vertreter des Pointillismus.

Ausgehend von damals neuen Erkenntnissen zur Farbenlehre entwickelten die beiden Künstler im Jahr 1884 gemeinsam die revolutionäre Maltechnik, in der viele winzige Punkte zu einem flirrenden Bild verschmelzen.


Quelle: Foto von Paul Signac, 1923 / Quelle: fr.wikipedia.org/Agence de presse Meurisse

Das Gemälde „Capo di Noli“

Das Bild „Capo di Noli“ (1898) zeugt von der besonderen Liebe Paul Signacs zur Mittelmeerküste. Noli ist ein Hafenstädtchen an der italienischen Riviera, das Signac im Sommer 1896 von Saint-Tropez aus besucht hatte.

Der Pariser Paul Signac hielt sich regelmäßig seinem Zweitwohnsitz an der Côte d’Azur auf, in dem er sich auch ein Atelier eingerichtet hatte. Damals noch ein Fischerdorf, war Saint-Tropez Ende des 19. Jahrhunderts die Sommerresidenz der französischen Bohème. Das Gemälde mit der Küstenszene entstand zwei Jahre nach Signacs Besuch. Der Künstler hatte das Motiv eingehend studiert, bevor er es in farbgewaltig auf Leinwand umsetzte.

In der Zeitschrift Mein Kreativ-Atelier Nr. 87 finden Sie das Gemälde „Capo di Noli“ in zehn Schritten zum Nachmalen.

Bild von Paul Signac: „Capo di Noli“, 1898, Öl auf Leinwand / Quelle: commons.wikimedia.org

Golfe Juan

Eine weitere Impression von der französischen Mittelmeerküste. Der französische Maler Paul Signac (1863 – 1935) interpretierte den beliebten Badeort Golfe-Juan Ende des 19. Jahrhunderts im pointillistischen Stil. In Mein Kreativ-Atelier 116 finden Sie das Motiv in zehn Schritten zum Nachmalen.

„Golfe-Juan“, Original von Paul Signac, ca. 1896, Öl auf Leinwand / nachempfundenes Motiv: Thomas Boehler

Edward Burne-Jones


Sir Edward Coley Burne-Jones (1833 –1898) war ein britischer Maler und einer der führenden Vertreter der Präraffaeliten, einer Gruppe von Künstlern, die sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts in England zusammenschloss

Die Präraffaeliten waren stark von den Malern des italienischen Trecento und Quattrocento und von den deutschen Nazarenern beeinflusst.

Quelle: Frederick Hollyer (Fotograf): Portrait von Edward Burne-Jones, 1882 /Quelle: Wikimedia

Malerei und Kunsthandwerk

Neben der Malerei beschäftigte sich Burne-Jones mit Kunsthandwerken wie Glasmalerei, Keramik und Buchschmuck. Er arbeitete als Hauptdesigner für Glasmalerei in einer Firma. Nach seinem Tod zunächst in Vergessenheit geraten, wurde Burne-Jones erst ab den 1970er Jahren wiederentdeckt. Heute gilt er als einer der bedeutendsten britischen Künstler des 19. Jahrhunderts.

An Angel Playing a Flageolet

Das Gemälde „An Angel Playing a Flageolet“ stammt aus dem Jahr 1878. In Mein Kreativ-Atelier Nr. 86 zeigt Ihnen die Künstlerin Margit Gieszer, wie Sie den musizierenden Engel in Öl nachmalen können.


Bild von Edward Burne-Jones: „An Angel Playing a Flageolet“, 1878, Öl und Tempera auf Papier/Quelle: Wikimedia

Amedeo Modigliani


Amedeo Clemente Modigliani (1884 bis 1920) war ein italienischer Zeichner, Maler und Bildhauer.

Seine Jugend verbrachte Modigliani in Italien, wo er die Kunst der Antike und Renaissance studierte. 1906 zog er nach Paris und hatte dort Kontakt mit bedeutenden Künstlerkollegen wie Pablo Picasso. Von jung an von Lungenkrankheiten geplagt, starb er mit nur 35 Jahren an Tuberkulose.

Bekanntheit durch Aktgemälde

Bekannt wurde Amedeo Modigliani vor allem durch seine Aktgemälde, die zu seiner Zeit als skandalös empfunden wurden, aber heute weltberühmt und äußerst wertvoll sind.


Quelle: Amedeo Modigliani im Jahr 1919 Fotograf unbekannt, Quelle: commons.wikimedia.org

Liegender Akt

Auch das Gemälde „Liegender Akt“ („Nu Couché“) aus dem Jahr 1917/18 sorgte seinerzeit für einen Skandal, da es als anstößig empfunden wurde. Mittlerweile gilt das Werk als eines der bekanntesten des italienischen Künstlers – und das teuerste: Im Jahr 2015 wurde es in New York für über 170 Millionen Dollar versteigert und ist damit das zweitteuerste Gemälde der Welt.
 Das Bild „Liegender Akt“ von Amedeo Modigliani finden Sie in der Zeitschrift Mein Kreativ-Atelier Nr. 85 in zehn Schritten zum Nachmalen.


Bild: „Liegender Akt [1]“, 1917, Öl auf Leinwand / Quelle: http://www.zeno.org – Contumax GmbH & Co.KG

Henri Rousseau


Der französische Maler Henri Julien Félix Rousseau (1844 bis 1910) war der bedeutendste Vertreter der naiven Malerei und Wegbereiter des Surrealismus.

Der französische Maler Henri Julien Félix Rousseau (1844 bis 1910) war der bedeutendste Vertreter der naiven Malerei und Wegbereiter des Surrealismus. Henri Rousseau wurde 1844 als Sohn eines Klempnermeisters und Eisenwarenhändlers in Laval geboren. Nach dem Militärdienst arbeitete er als Steuerbeamter beim Pariser Finanzamt. Mit 25 heiratete er die Schneiderin Clémence Boitard, mit der er neun Kinder zeugte. Mit dem Malen begann er erst mit zirka 40 Jahren. 1885 ließ er sich frühpensionieren, um sich ganz auf das Malen konzentrieren konnte.

Von Paris zum Urwald

Im Jahr 1886 beteiligte Rousseau sich erstmals, mit vier Bildern, am „Salon des Indépandants“. Das zentrale Thema seiner Werke war von Anbeginn an die französische Hauptstadt Paris mit ihren Straßen, Brücken und Parks. In den 1890er Jahren begann der Künstler jedoch auch mit ersten Urwaldbildern, denen zwischen 1905 und 1910 eine weitere große Serie von Dschungelszenen folgte.

Quelle: Bild von Henri Rouseau: „Portrait de l’artiste à la lampe” (Selbstporträt), Öl auf Leinwand, 1902/1903, Quelle: Public domain, via Wikimedia Commons

Exotische Landschaft mit spielenden Affen

Das Gemälde „Exotische Landschaft mit spielenden Affen“ malte Rousseau kurz vor seinem Tod im Jahr 1910.
In Mein Kreativ-Atelier Nr. 84 finden Sie die Dschungelszene in zehn Schritten zum Nachmalen.

Der Traum

Henri Rousseau schuf mit seinen großformatigen Bildern faszinierende Traumwelten.  In der surrealen Dschungelszene tummeln sich Flötenspielerin, Löwen und Affe friedlich im dichten Grün des Urwalds.
Den Ausschnitt zum Nachmalen finden Sie in Mein Kreativ-Atelier Nr. 99 zum Nachmalen!