Stricknadelguide: Diese Stricknadeln gibt es


Beim Kauf von Stricknadeln hat man die Qual der Wahl, denn es gibt unzählige Varianten. Welche Stricknadeln für welches Projekt am besten geeignet sind und was die Vor- und Nachteile der einzelnen Materialien sind, verraten wir hier.

Bambus-Nadeln

Bambus ist deutlich weicher als Holz, denn es gehört in die Klasse der schnellwachsenden Gräser. Die Oberfläche ist etwas rauer als bei Holznadeln, deshalb eignen sich Bambus-Nadeln besonders für Lockerstricker. Vergleichbar mit Holz sind feuchte Hände bei Bambusnadeln kein Problem.

Tipp: Bei Bambus-Nadeln lohnt es sich, etwas mehr Geld zu investieren. Bei diesen Nadeln unterscheidet sich die Qualität sehr stark und ist deutlich spürbar! Bambusnadeln mit schlechter Qualität verbiegen sich leicht und zerbrechen schneller.

Gerade Stricknadeln

Die klassischen Stricknadeln – auch unter dem Namen Jackenstricknadeln bekannt – bestehen aus zwei geraden Nadeln von etwa 30 bis 40 cm Länge. Jede Nadel hat eine Spitze und eine Kappe am anderen Ende, so dass das Strickstück nicht von der Nadel rutscht. Gerade Stricknadeln eignen sich für die Fertigung von geraden Teilen wie Schals, Decken oder Kissen. Es gibt sie in vielen verschiedenen Nadelstärken, die du je nach Wolle auswählst.

Beliebt sind gerade Stricknadeln vor allem für Menschen, die nach der englischen Strickmethode arbeiten, also der Faden von der rechten Hand geführt wird. Der Nachteil dieser Stricknadeln ist, dass das Gewicht des gestrickten Teils während des Stricks angehoben werden muss, was deutlich anstrengender für Handgelenke und Schultern ist als bei einer Rundstricknadel, bei der das Strickstück auf dem Schoß aufliegen kann. Außerdem benötigst du bei geraden Stricknadeln viel Platz um dich herum. Strickst du gern im Zug oder Bus, sind die deutlich kürzeren Rundstricknadeln praktischer.

Holz-Stricknadeln

Sehr beliebt in der Strickszene sind Stricknadeln aus Holz. Besonders kälteempfindliche Menschen werden sich mit Holznadeln schnell anfreunden, denn das Material liegt angenehm warm und trocken in der Hand. Holznadeln gibt es aus verschiedenen Holzarten wie Birkenholz, Rose, Ebenholz und viele mehr.

Karbon-Stricknadeln

Stricknadeln aus Karbon sind echte Luxusnadeln. Sie bestehen aus einer schwarzen Karbonfaser und schließen mit einer Spitze aus Messing ab. Eine wirklich edle Optik! Karbonnadeln sind absolut bruchfest und formstabil - und trotzdem sehr leicht! Diese Nadeln sind besonders für Socken oder Lace-Projekte geeignet.

Metall-Stricknadeln

Messingnadeln, Stahlnadeln und Aluminiumnadeln haben eins gemeinsam: Sie sind super stabil und quasi unzerstörbar. Messingnadeln bestehen aus hohlen Röhren und sind daher trotz des Materials angenehm leicht. Aluminiumnadeln dagegen sind aus massivem Aluminium, haben aber ebenfalls ein sehr geringes Gewicht. Stahlnadeln sind deutlich schwerer, doch was du als angenehm empfindest, liegt ganz bei dir.

Stricknadeln aus Metall sind grundsätzlich sehr glatt und passen gut zu dir, wenn du zu den Feststrickern gehörst. Wenn du zu feuchten Händen neigst oder dir das kalte Material unangenehm ist, sind Metallnadeln nicht zu empfehlen.

Tipp: Viele Metallnadeln sind mit einer feinen Nickelschicht überzogen. Achte beim Kauf darauf, wenn du eine Nickelallergie hast.

Nadelspiele

Insgesamt fünf kurze Stricknadeln der gleichen Stärke ergeben ein Nadelspiel. Es kommt immer dann zum Einsatz, wenn Runden gestrickt werden – vor allem Runden mit kleinem Umfang. Bei Mützenmitten, die Ferse beim Socken stricken oder beim Ende eines Fußsacks wird es häufig knifflig und für die Rundstricknadel nicht mehr zu bewältigen. Hier empfiehlt sich das Nadelspiel. Die Runde liegt auf vier Nadeln – mit der fünften Nadel wird gestrickt.

Nadelspiele gibt es in unterschiedlichen Nadelstärken und Längen.

Plastik- oder Kunststoffnadeln

Kunststoff- oder Plastiknadeln sind besonders für Strickanfänger oder Kinder geeignet, da die Spitzen etwas abgerundet sind. Für dieses Material spricht, dass sich die Nadeln schnell aufwärmen und angenehm in der Hand liegen. Maschen rutschen bei Plastiknadeln nicht so schnell herunter, was für Strickanfänger ein weiteres Plus ist oder wenn du mit Kindern stricken möchtest. Im Gegenzug eignen sich Plastiknadeln weniger für dich, wenn du eher feste Maschen strickst. Hier empfiehlt sich ein Material, auf dem die Maschen besser gleiten, wie Aluminium- oder Messingnadeln

Rundstricknadeln

Diese Stricknadel ist wirklich ein Allroundtalent, denn du kannst mit ihr sowohl gerade Teile als auch Rundungen wie Loops oder Socken stricken. Sie zeichnet sich durch zwei Nadeln, die durch ein Kunststoffkabel miteinander verbunden sind, aus. Das Kabel dient dazu, dass keine Maschen herunterfallen können, sondern einfach auf die Schnur rutschen. Der Vorteil ist, dass du das gestrickte Stück auf die Kunststoffschnur schieben kannst und nicht auf der Nadel halten (und heben) musst. Das entlastet die Handgelenke ungemein. Die Schnur macht außerdem den Transport der Strickarbeit sehr einfach: Das Strickstück einfach auf die Schnur schieben und einpacken – fertig! Im Gegensatz zu geraden Stricknadeln ist die Gefahr gering, dass die Maschen von der Nadel fallen.

Auch Rundstricknadeln gibt es in allen möglichen Nadelstärken und Materialien. Manche Modelle bieten sogar die Möglichkeit, verschiedene Nadelstärken an das Kabel, beziehungsweise verschiedene Schnurlängen an die Nadeln zu schrauben. So kannst du dir nach dem Baukastenprinzip deine perfekte Rundstricknadel zusammenbasteln.

Unser Tipp: Achte beim Kauf darauf, dass zwischen Schnur und Nadel ein glatter Übergang ist, damit das Strickteil locker darüber gleiten kann. Andernfalls stauen sich die Maschen und es besteht die Gefahr, dass die Wolle beim Übergang reißt.

Stricknadeln aus Glas

Stricknadeln aus Glas sind wunderschön und es gibt sie in den tollsten Designs. Aufgrund des zerbrechlichen Materials gibt es Glasnadeln erst ab Nadelstärke 3,5mm. Die Zerbrechlichkeit ist leider ein großer Minuspunkt.

Stricknadeln aus Glas sind ziemlich schwer. Wenn dir das Stricken mit schweren Nadeln behagt, wirst du an diesen vor allem optisch sehr ansprechenden Modellen deine Freude haben.

Zopfnadeln

Diese Stricknadeln fungieren ausschließlich als Hilfsnadeln für – der Name ist Programm – das Stricken von Zopfmustern.

Strickst du Zöpfe, kannst du die Maschen auf der Zopfnadel quasi „zwischenparken“, bis sie in das Muster eingestrickt werden. Mit der Zopfnadel wird daher nicht gestrickt, sondern sie dient lediglich dazu, einige Maschen außerhalb der Stricknadeln aufzufädeln. Die Zopfnadel hat einen Knick, so dass diese Maschen nicht hinunterrutschen können. Einige Zopfnadeln verfügen überdies über kleine Rillen, die den Halt der stillgelegten Maschen garantieren.

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