13 Sätze, die jeder Strickfan schon einmal gesagt hat

„Ja, ich bin ein Wollaholic. Und ich stehe dazu!“ Jeder Strickfan erwischt sich während der Strick-Karriere mindestens einmal dabei, sich wie ein wirklich typischer Wollaholic zu benehmen. Hier sind 13 Sätze, die bestimmt jeder schon einmal gesagt hat.

1. Wolle kann man nie genug haben!

Das Schaufenster des Wollgeschäfts  ist gefüllt mit verführerischen Projekten, die einfach fantastisch aussehen. Und dieses doppelte Perlmuster wolltest du ja schon lange einmal ausprobieren! Ein Glück, dass die passende Wolle gleich bereit liegt. 

Ach und da gibt es ein Kombipack Sockenwolle - die kann man immer brauchen! „Kauf bloß keine Wolle, der Korb quillt über!“ hallt der Abschiedssatz deines Partners nach – und wird sofort ersetzt von der herrlichen Vorstellung von fantastischen neuen Projekten, die du mit dieser Wolle stricken wirst. Wolle kommt schließlich von „wollen“ und nicht von brauchen. 

Haben nicht schon die Beatles gesungen, „All you need is…Wolle“? Oder war es „All you knit is love“? So oder so, was die Beatles sagen, kann nur stimmen!

Ja, ich bin ein Wollaholic. Und ich stehe dazu! Und hinter jeder starken Strickerin steht ein … großer Korb voll Wolle.

2. Ja, ich stricke. Und nein, ich bin keine alte Oma.

Wer strickt, spaltet die Nation. Die eine Hälfte begegnet einem leicht verunsichert-ungläubig, während das große Fragezeichen „Ist Stricken nicht was für alte Omas?“ im Raum hängt.  

Die andere Hälfte weiß, was läuft. Stricken ist in. Stricken ist hip. Und nickt wissend zu deinen strickenden Händen. 

„Ja, Stricken ist ja wieder voll im Kommen! Die jungen Leute heutzutage entdecken wieder den Wert der guten Handarbeit!“ 

Liebes Publikum, ich stricke, weil es mir Spaß macht. Ich stricke, weil ich es kann, und zwar richtig gut.

P.S. Ein Satz zu den Omas muss noch gesagt werden: Stricken ist was für alte Omas? Genau, die wissen ja auch, was gut ist!

3. Ruhe! Ich zähle gerade!

Verdammt seien die skrupellosen Störer, die Voldemorts unter den Strickzauberern, die Darth Vaders unter den Star Knitters! 

„Schaaaatz, wie viel Milch kommt in den Teig?“ 

Milch? Teig? Ernsthaft??? 

Ich zähle gerade UND JETZT KANN ICH WIEDER VON VORNE ANFANGEN!

4. Oh, das? Das gehört so!

Eigentlich solltest du die paar Reihen auftrennen und nochmal sauber stricken. Aber du strickst weiter, es wird schon nicht so wild sein. 
Ist es wohl doch, denn sogar dein kleiner Sohn fragt, warum diese Stelle so komisch aussieht. 

Aber was soll’s? Knit happens!

5. Süchtig? Ich??? Ich kann jederzeit aufhören! Nur noch eine Reihe…

Nur ein echter Strickfan kann den Zauber einer neuen Reihe begreifen. Den Reiz, noch eine weitere Reihe dranzuhängen – geht doch ganz schnell! 

Nur wir können hören, wie sehr eine dreiviertel gestrickte Reihe danach schreit, vollendet zu werden. Und wie plötzlich ein ganzes gestricktes Stück auf deinem Schoß liegt. So schön! Ach, da strick ich noch ein Stückchen!

6. Du lachst, aber eines Tages wirst du mir für diese Socken dankbar sein!

Man weiß nie, wann die nächste Kältewelle hereinbricht. Wann Eis und Schnee das Land erobern, der Wind durch die Ritzen pfeift und uns daran erinnert, dass wir bald Weihnachtsgeschenke kaufen müssen. 

Auf dem Sofa in eine kuschelige Decke eingehüllt, eine heiße Tasse Schokolade in der Hand und ein knisterndes Kaminfeuer taucht den Raum in warmes Licht…und dann das Sockenpaar Nr. 27 an den Füßen! Perfekt! 

Apropos Weihnachtsgeschenke: Wer freut sich nicht über schöne, handgestrickte Socken im angesagten Jacquard-Look?

7. Hab einen Moment Geduld! Ich kann doch nicht mitten in der Reihe aufhören! – Das hab ich schon vor zehn Minuten gesagt? Weißt du etwa, wie lang eine Reihe braucht? Eben.

Die Worte „sofort“ und „jetzt“ und „gleich“ gehören alle nicht mit „Stricken“ in einen Satz. Denn Stricken bedeutet Entschleunigung, Genuss und Geduld. Es dauert, bis aus einer Masche ein Kleidungsstück geworden ist. 

In Zeiten, wo ein Klick sofort zum Erfolg führt, ist Stricken eine Beschäftigung, die Geduld erfordert – und gerade dadurch so wertvolle Zeit erschafft. In einem Schal von dir stecken viele Stunden, Liebe, Talent, oft auch Ärger, Nerven und Verzweiflung. Im Schal vom Online Shopping steckt ein Klick (maximal drei bis zum Warenkorb). 

Stricken ist keine Fertigkeit. Stricken ist ein Lebensstil! 

Daher, liebe Freunde, Ehepartner und Kinder von Strickern, gewöhnt euch an diesen Satz:

8. Nicht jetzt, Schatz. Ich stricke!

9. Da ist Sale? SALE???

Punkt eins hat schon deutlich gemacht, warum Strickfans so unendlich viel Wolle horten und trotzdem dem Wollladen nicht widerstehen können. Die Situation verschärft sich deutlich, wenn der Lieblingswollhändler Ausverkauf hat. Dann ist es dir nicht nur unmöglich, nichts zu kaufen, sonders es wäre geradezu eine Sünde, es nicht zu tun. 

Qualitativ hochwertige Wolle hat ihren Preis und ist den selbigen meist auch wert. Wenn gute Wolle also heruntergesetzt ist, greift man zu!

10. Oh Gott, was hab ich mir da angetan?

Der Anfang lief gut. Es geht motiviert weiter. Doch dann kommt der Teil mit dem Hebemaschenmuster. Zeile für Zeile gehst du durch – und verstehst nur Bahnhof. Welche Masche wird wohin tiefer gestochen? 

Das zusätzlich hinzugezogene Anleitungsvideo zeigt, wie einfach es doch ist. Not. Nach zwei Stunden hast du ein drei Zentimeter halbwegs ansehbares Strickstück. Es fehlen nur noch….naja, bis es ein Pullover ist. Was hast du dir nur dabei gedacht? Doch am Ende ist es ein Pullover! Wow! 

Deshalb stricken wir, und nur deshalb.

11. Stricken ist meine Therapie

Ob es die Arbeit mit den Händen ist, die das Gedankenkarussell einfach abstellt und auf die Bewegung der Hände lenkt oder ob es das Erfolgserlebnis ist, am Ende etwas geschafft und vor allem erschaffen zu haben. 

Ob es der Ausdruck von Kreativität, das Spiel mit Farben und Material oder die Ruhe, die beim Stricken innerlich einkehrt, ist: Stricken tut gut. Es macht glücklich. Man könnte sagen, Stricken ist das neue Yoga!

12. Ich kaufe keine Wolle mehr, bis ich meinen Vorrat aufgebraucht habe.

Diesen Satz hat kein Strickfan je gesagt. Niemals. Auf der Erde nicht, auf dem Mars nicht und auch in keiner anderen Zeitdimension.

13. So viel Wolle, so wenig Zeit

Beim Anblick des vollen Wollkorbs und den tausenden Ideen, die wie glitzernde Wolken vor deinem inneren Auge auftauchen, entschlüpft dir ein tiefer Seufzer. Was man nicht alles machen könnte, wenn man Zeit hätte! 

Doch sieh es so: Der Überfluss an Kreativität ist ein Geschenk! Ein Geist, der vor Ideen überquillt, dass auch 24 Stunden am Tag nicht ausreichen, um all zu verwirklichen, ist eine ungeheuer positive Energie. Und die ist in jedem deiner Werke zu sehen, auch im Sockenpaar Nr. 27.

Eine Option wäre, nicht benötigte Wolle auszumisten. Ist das eine Option? Natürlich nicht! Und damit zurück zu Punkt eins!

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